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Die globale Umfrage zu den unsichtbaren Folgen von Partnerschaftsgewalt und geschlechtsspezifischer Gewalt

Partnerschaftsgewalt und geschlechtsspezifische Gewalt enden nicht, wenn die Gewalt endet. Die Folgen reichen in Gesundheit, Arbeit, Finanzen, Elternschaft, spätere Beziehungen, gesellschaftliche Teilhabe und die Handlungsfähigkeit der Betroffenen hinein, manchmal über Generationen. Vorhandene Statistiken unterschätzen das, weil der am schwersten sichtbare Schaden am seltensten gezählt wird. Safety in Relationships Oy Ltd entwickelt eine jährliche globale Umfrage, um diese Folgen sichtbar zu machen, und lädt Fachleute und Organisationen zur Mitwirkung ein.

Was die Umfrage misst

Die Umfrage erfasst die weiteren Folgen von Gewalt in sechzehn Dimensionen, darunter psychische und körperliche Gesundheit, finanzielle Sicherheit, Arbeit und Bildung, Alltagsfunktionen, Elternschaft, Vertrauen, soziale Verbundenheit, Sicherheit und Erholung. Jede Frage ist an drei Phasen verankert: vor, während und nach der Gewalt, sodass die Veränderung im Leben eines Menschen sichtbar wird.

Die Umfrage macht auch verdeckte Missbrauchstaktiken messbar. Neben körperlicher, sexueller und ökonomischer Gewalt erfasst sie Zwangskontrolle, Gaslighting, Isolation, Überwachung, Angriffe auf den Ruf und andere Taktiken, die in bestehenden Statistiken selten auftauchen.

Wie die Qualität gesichert wird

Die Umfrage wird mit der Impact-Intelligence-Plattform evaluoi.ai entwickelt. Das zugrunde liegende Wirkungsmodell stützt sich auf etablierte Forschung, und der Fragenkatalog folgt strengen Messregeln: eine Idee pro Frage, neutrale Formulierung und je nach Fragetyp passende Skalen.

Vor dem Start werden Rahmen und Fragen von einem internationalen Delphi-Expertenpanel geprüft und mit Betroffenen vorgetestet. Ländervergleiche werden erst vorgenommen, nachdem die Messinvarianz über Sprachen und Regionen hinweg getestet wurde.

Privatsphäre und Ethik

Die Antworten sind anonym. Niemand wird gebeten, Gewaltereignisse zu schildern oder noch einmal zu durchleben: Die Umfrage fragt nach den Auswirkungen auf das Leben, nicht nach den Vorfällen selbst. Jede Frage kann übersprungen werden, und sensible Fragen werden zusammen mit Hinweisen auf Unterstützungsangebote angezeigt.

Die Umfrage ist keine Therapie, keine Diagnose und kein Krisendienst. Wenn du in unmittelbarer Gefahr bist, wende dich an den örtlichen Notruf.

Für Fachleute und Partnerorganisationen

Der wichtigste Weg zur Mitwirkung ist derzeit das Delphi-Expertenpanel: Wir stellen ein internationales Panel von Fachleuten zusammen, das den Rahmen und die Fragen vor dem Start bewertet. Panelmitglieder werden auf Wunsch in den in den kommenden Jahren veröffentlichten Berichten namentlich genannt.

Wir suchen außerdem zwei weitere Arten von Partnern: Organisationen, die die Umfrage mit ihren eigenen Zielgruppen teilen, und Lokalisierungspartner, die bei der Anpassung an neue Sprachen und Regionen helfen.

Alle teilnehmenden Organisationen erhalten Zugang zu den wachsenden Daten für ihre eigene Forschungs-, Advocacy- und Finanzierungsarbeit. Die Umfrage läuft jährlich, sodass die Evidenzbasis Jahr für Jahr wächst.

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